Osteopahie im Shiatsu und anderen Körpertherapien – Die Arbeit mit dem Nervus Vagus

Die Herangehensweisen im Shiatsu und in anderen Körpertherapien beruhen essenziell auf der körpereigenen Selbstregulation wie in der Osteopathie auch. In vielen Methoden wird die Einheit des "Systems Mensch" auf all seinen Ebenen berücksichtigt. Der Fokus liegt darauf, das Kraftvolle zu unterstützen, Ressourcen zu mobilisieren sowie die tieferen Wurzeln von Imbalancen aufzuspüren, die sich oft nicht mit den körperlich auffälligen Bereichen decken.

Im Shiatsu (und in anderen Therapieformen) arbeiten wir zu weiten Teilen mit Meridianen und dem Modell der Organfunktionen, das uns alle Ebenen des menschlichen Seins erschließt. In der Osteopathie ist das Modell "Die Form folgt der Funktion" wichtig. Das ist ein deutlich physischerer Bezugsrahmen wie z.B. im Shiatsu. Gleichzeitig wird bei erfahrenen Osteopathen mit ähnlichen Parametern behandelt wie im Shiatsu – in der Craniosacralarbeit – in der Physiotherapie: Verbindungen, Fülle und Leere, Raum geben. So lassen sich osteopathische Techniken wirkungsvoll in die achtsame Körperarbeit integrieren, und fruchtbar miteinander verbinden.

 

Der Nervus Vagus, der größte Nerv des Parasympathikus, trägt einen großen Anteil an unserer Fähigkeit, uns in der Tiefe zu entspannen. Ein wichtiger Anteil der Wirkung von Shiatsu beruht auf der Aktivierung des Parasympathischen Nervensystems. Er beeinflusst zentrale Organtätigkeiten wie die Lungen-/Herzfunktion und die Verdauung und arbeitet mit dem Sympathikus eng zusammen. Ist die freie Sendung der Nervensignale eingeschränkt, sind z.B. seine Durchtrittsstellen an der Schädelbasis komprimiert, kann es in all diesen Körpersystemen zu Beschwerden kommen, die sich oft eher diffus zeigen. Das kann auch vegetative Reaktionen, Migräne, Nacken- oder Kopfschmerzen zur Folge haben.

Aus neueren Forschungen hat sich eine Differenzierung dieses Bildes ergeben. Einerseits zeigt sich die Beteiligung des N. Vagus an Gefühlen von Sicherheit oder Sich-anvertrauen-können, andererseits mit Lebensbedrohung umzugehen. Dies gibt uns eine wichtige Brücke zum Verständnis des Wasserelements.

In diesem Seminar widmen wir uns den unterschiedlichen Wirkungsspektren dieses wichtigen Nervs als Brücke zwischen den Grundzügen des osteopathischen Konzepts und Shiatsu. Wir erforschen Techniken und Berührungsqualitäten, die dem System erlauben, sich zu entspannen, um dann neue Erfahrungen zulassen zu können.


Voraussetzung zur Teilnahme:
Das Seminar ist offen für alle Shiatsu-Praktiker*innen ab Mitte einer Shiatsu-Ausbildung sowie für Osteopath*innen, Craniosacral-Therapeut*innen und Physiotherapeut*innen.

Kursdatum:
22. – 24. Oktober 2021

Kurszeiten:
Fr und Sa 10 – 18, So 10 – 17h

Kurspreis: 375,- Euro / GSD/SGS/ÖSG: 350,-
Bei Buchung später als 4 Wochen vor Kursbeginn: 395,- / GSD/SGS/ÖSG: 375,-

westfahl 19

Jürgen Westhoff ist Heilpraktiker und arbeitet schwerpunktmäßig mit Shiatsu. Ausbildungen in Osteopathie und Craniosacralarbeit (M.I.I.) vertieften sein körpertherapeutisches Repertoire. Langjährige Meditationspraxis, intensive buddhistische Studien, und Achtsamkeitstraining fließen in seinen Erfahrungshintergrund mit ein. Seit 2016 ist er Leiter der Internationalen Shiatsu Schule (ISS) Kiental in der Schweiz. Aus seiner Lehrerfahrung heraus entwickelte er eigene Seminare, welche er neben den Seminaren der Ausbildung an der Schule für Shiatsu Hamburg und an anderen Instituten unterrichtet.

 


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Wir empfehlen Teilnehmenden, eine Seminarversicherung abzuschließen, die im Falle einer Krankheit ggf die Kosten für das Seminar bei kurzfristiger Absage übernimmt.
Ein Angebot findet sich unter folgendem Link: Infoblatt-Seminar-Versicherung.pdf
 
Die Versicherung ist mit der Versicherungsgesellschaft direkt abzuschließen und ist unabhängig von der Schule für Shiatsu Hamburg. Die Versicherung wird nicht über dieses Formular abgeschlossen und ist nicht im Kurspreis enthalten.



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