Depression, Aggression und der Wunsch nach Wachstum

 

Ein integrativer Behandlungsansatz aus Shiatsu, Polyvagal Theorie und Somatic Experiencing

Depression, Aggression und der Wunsch nach Wachstum zu einem wahren Selbst sind eng verbunden. Auch wenn es viele Ursachen und Ausdrucksformen für Depression gibt, besteht die wichtigste darin, dass die eigene “Lebensenergie” gegen das (wahre) Selbst der Person gerichtet wird. Letztlich dreht sich die Depression in dieser Hinsicht um das Abwürgen einer “gesunden Aggression”, also die Fähigkeit, im Leben zu bekommen, was wir brauchen, in unserer Mitte zu sein, uns abzugrenzen und Nähe mit selbstgewählten Personen zuzulassen.

Da der Umgang mit Aggression in der Kindheit erlernt wird, spielen Bindungsdynamiken eine wichtige Rolle. Somit kann Berührung und speziell Shiatsu einen wichtigen Anteil im Heilungsprozess einnehmen. Dieser Kurs vermittelt eine Orientierung über die verschiedenen Bausteine einer Behandlungsserie, die individuell für eine Person zusammengestellt werden können.

Einschätzung der Situation des Klienten

Die Polyvagal Theorie nach Steven Porges vermittelt ein für die Shiatsupraxis hilfreiches Erklärungsmodell bei der Entstehung und dem Erleben von Depression aus der Sicht des vegetativen Nervensystems. Gleichzeitig wird erkennbar, in welchen Schritten der Heilungsprozess verlaufen muss. Die Sichtweise der Traditionellen Chinesischen Medizin bietet eine wunderbare Ergänzung. Beide Modelle greifen ineinander und ergänzen sich.

Einen Behandlungsauftrag finden

Der Behandlungsauftrag verbindet das Anliegen des Klienten mit den Wahrnehmungen der behandelnden Person und gibt der Behandlungsserie eine Orientierung. Parallel wird der Shiatsu-spezifische Behandlungsansatz für die Klienten transparent, indem Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung verdeutlicht werden.

Selbstregulation und Co- Regulation nähren

Hier geht es um die Einschätzung wieviel Aktivierung erlebt wird und wie ausgebildet die Fähigkeiten zur Selbstregulation und Co-Regulation sind. Berührung im Allgemeinen unterstützt die Fähigkeit, sich wieder im Körper zu spüren und so in den Prozess der Regulation einzutreten. Shiatsu kann eine zusätzliche Orientierung anbieten, wo und wie die Berührung stattfinden könnte und welche energetischen Organe an den Beschwerden beteiligt sind.

Resilienz fördern- Energie halten können.

Die Fähigkeit mit Emotionen und besonders mit Aggression umgehen zu können, wird durch frühe Bindungserfahrungen geprägt. Manche Menschen lernen, dass Wut, Ärger und Aggressionen nicht erwünscht oder geduldet werden. Manche Menschen entwickeln Schwierigkeiten Wut überhaupt spüren zu können, andere können diese nicht halten und reagieren mit Traurigkeit, Scham oder Hilflosigkeit, obwohl Wut eine angemessene Reaktion gewesen wäre. Andere fürchten die Wut nicht angemessen ausdrücken zu können und wieder andere reagieren cholerisch.
Aggression braucht ein resilientes Nervensystem, welches stark genug ist, mit den Empfindungen sein zu können, Grenzen und Bedürfnisse angemessen auszudrücken und einen Handlungsspielraum zu gewinnen.

Umgang mit Aggression in der Körperarbeit erforschen

Neben der Behandlung von mit Aggression und Depression assoziierten Körperstrukturen und einer prozessorientierten Gesprächsführung, werden kleine Übungen gezeigt, die gut in eine Behandlung integriert werden können und dazu dienen, den Umgang mit Aggression zu erforschen.

Voraussetzungen: Ab dem ersten Drittel der professionellen Shiatsu-Ausbildung

Termin
04.-06. September 2020
Freitag 10 - 18 Uhr, Samstag + Sonntag 10 - 17 Uhr

Preise:
360,- Euro, GSD/SGS/ÖSD-Ermäßigung 330,- Euro
Bei  Buchung später als 4 Wochen vor Kursbeginn 390,- Euro (GSD/SGS/ÖSD 360,- Euro)

externer Kursort:
grow.Raum für Wachstum Meike Tielböhl & Julia Crüsemann
Karolinenstr. 7A / Hinterhof 2. Stock
20357 Hamburg
U-Bahn Messehallen oder Feldstr.
https://www.grow-hamburg.de/



 

Meike Kockrick 14 08 kleinMeike Kockrick ist Heilpraktikerin und GSD-anerkannte Lehr-Therapeutin. 1987 begann sie Shiatsu zu studieren und unterrichtet eigene Kurse, sowie Kurse in allen Teilen der Ausbildung an der Schule für Shiatsu Hamburg und ist Referentin auf deutschen und europäischen Shiatsu Kongressen.
Seit 2003 integriert sie die Traumatherapie Somatic Experiencing (SE), sowie die Arbeit mit Bindungsdynamiken nach D. Poole Heller und das NeuroAffektive Beziehungs Modell (NARM) nach L. Heller in ihre Shiatsupraxis und hat eine mehrstufige Weiterbildung zur Behandlung traumatischer Belastungen im Shiatsu entwickelt. Zusammen mit Wilfried Rappenecker ist sie Ko-Autorin des Buches „Atlas Shiatsu”, das im Elsevier Verlag erschienen ist.

Weiter Informationen unter www. kockrick-shiatsu.de


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Wir empfehlen Teilnehmenden, eine Seminarversicherung abzuschließen, die im Falle einer Krankheit ggf die Kosten für das Seminar bei kurzfristiger Absage übernimmt.
Ein Angebot findet sich unter folgendem Link: Infoblatt-Seminar-Versicherung.pdf
 
Die Versicherung ist mit der Versicherungsgesellschaft direkt abzuschließen und ist unabhängig von der Schule für Shiatsu Hamburg. Die Versicherung wird nicht über dieses Formular abgeschlossen und ist nicht im Kurspreis enthalten.

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